Tag 52: Auf aufs Land!

Eine weitere Woche ist rum, und diese war besonders kurz: Montags hatte ich keine Vorlesungen, weil unsere Japanisch Dozentin auf Dienstreise nach Osaka war, also nutzte ich den Tag um Hausaufgaben zu machen, eine Präsentation vorzubereiten… und den Abend mit Freunden im Halloween-gethemten Maid Café zu verbringen.

Dienstags hatte ich dann ENDLICH meine erste deutsche Chat Session. Zum Glück musste ich nicht an die High School, sondern hatte stattdessen eine kleine Gruppe, bestehend aus 3 Studenten. 2 davon konnten auch schon grundlegendes Deutsch, konnten sich vorstellen, Verben konjugieren etc, nur eine konnte wirklich nichts, aber das war relativ egal, da die Stimmung so entspannt war, dass ich die ganze Zeit einfach nur die unterschiedlichsten Fragen zur deutschen Sprache beantwortete. Meine nächste deutsche Session habe ich erst wieder in 2 Wochen, und ich muss sagen, wenn die Gruppe nochmal ungefähr die gleiche ist, freue ich mich schon echt darauf.

Der Rest der Woche verlief dann unspektakulär, bis heute schon wieder die Uni ausfiel, und wir einen Ausflug nach Chichibu machten.

Chichibu liegt in der Präfektur Saitama, und somit nordwestlich von Tokyo. Insgesamt 2 Busse mit sowohl internationalen, als auch japanischen Studenten, bekamen wir voll, und als erster Punkt auf unserer To-Do Liste stand das Herstellen unseres eigenen Hankos. Ein Hanko ist ein japanischer Stempel, der personalisiert wird, und hier anstelle einer Unterschrift verwendet wird. Der Prozess war etwas umständlich, und für mich ziemlich frustrierend (was vermutlich an meinem Mangel an handwerklichem Geschick liegt), weshalb ich nochmal von neuem starten musste, und jetzt anstatt meines Namens auf Japanisch, einen Hanko mit Schleife hab. Ich glaube niemand wäre großartig überrascht, wenn ich wirklich anfangen würde, mit einer Schleife zu signieren, also schien mir das eine gute Notlösung.

Nächster Halt war ein traditionelles, japanisches Restaurant, in dem wir Chichibus traditionelle Soba probieren konnten. Das war das erste Mal, dass ich hier für ein Restaurant die Schuhe ausziehen musste, und generell mein erster Kontakt hier mit einem Tatami Boden. Das Essen an sich war sehr beeindruckend und schick angerichtet… aber leider so gar nicht meins. Aus irgendeinem Grund lieben Japaner kaltes Essen, und ich eben nicht, also war das Essen so seine Sache. Immerhin war ich nicht die einzige, die dieses Problem hatte, und zudem hatte ich mir ein Paar Snacks eingepackt, also fühlte ich mich nicht ganz so schlecht, so viel übrig zu lassen.

Auf der Fahrt zu unserem nächsten und letzten Stop auf dem Ausflug, fiel mir mal etwas auf: in Japans ländlichen Regionen – so schön wie sie auch sein mögen – wimmelt es nur so vor Spinnen. Hätte ich’s nicht besser gewusst, hätte ich gemeint ich wäre in Australien gelandet. Jeder Zweite Strommast war in Spinnweben eingewickelt und teilweise reichten die Netze sogar von der Leitplanke, bis hoch zu einem Hausdach. Und die Bewohner der Netze sahen oft ähnlich… beeindruckend aus, auch wenn ich froh bin, dass ich aus dem Bus heraus nur wenige Details erkennen konnte.

Das Hauptevent des Tages war das Trauben-Pflücken. Hierfür hatte ich erwartet, dass wir zuerst etwas wandern würden, und dann einem schön offenen Weinberg Trauben pflücken, und gelegentlich die ein oder andere sogar essen dürften. Ich lag leicht daneben, denn unser Ausflug führte uns keine 10m vom Bus weg, hinein in ein Gewächshaus. Hier zeigte man uns, wie man die riesigen Traubenklötze, die von der Decke hingen, am Besten abschneidend könnte, und sobald wir einen Klotz geschnitten hatten, mussten wir ihn auch wirklich leer essen. In dem Falle, dass wir am Ende noch Trauben übrig hätten, müssten wir für unseren Klotz bezahlen, also strengte sich jeder extra an, seinen Klotz so schnell wie möglich leer zu essen, was mit diesen riesigen (aber verdämmt süßen und herrlich leckeren) Trauben aber zu einer leichten Herausforderung wurde.

Letztendlich habe selbst ich es geschaffte, meinen Klotz fertig zu essen. Trotzdem glaube ich nicht, dass irgendjemand von uns in den nächsten Wochen auch nur eine weitere Traube sehen will.

Morgen werde ich den Tag vermutlich überwiegend auf dem Aoyama Universitätsfestival verbringen. Einige meiner Freunde werden mit Clubs Vorführungen auf die Beine stellen, und das Aoyama Festival ist das zweitgrößte Uni Fest in Tokyo (mit 15000 erwarteten Besuchern), also lasse ich mich mal überraschen, ob ich es nicht doch zu überwältigend finde.

LG Ines

Tag 48: This is Halloween!

Dieses Wochenende war einiges los: Freitags waren wir wieder in der Einflussschneise eines kleinen Taifuns, der uns aber trotzdem Unmengen an Regen bescherte. Überraschenderweise überlebte mein Regenschirm die Windböen, und schien damit auch wirklich eine Ausnahme zu sein, da man in vielen Ecken Shibuya’s kaputte Regenschirme rumliegen sehen konnte. An diesem Tag schaffte es glaube ich niemand komplett trocken zur Arbeit/Uni/Schule zu kommen.

Die Wolken verzogen sich aber schnell wieder und das Wochenende war schön sonnig. Deswegen bin ich auch endlich mal wieder nach Tamagawa gefahren, und hab den Park, den ich vor gut einem Monat schon mal im Dunkeln erkundet hatte, dieses Mal im Hellen gesehen. Vorher stoppte ich noch kurz an einem Tempel in Tamagawa und scheinbar war an diesem Tag grade Shichigosan – ein japanischer Feiertag an dem 7, 5, oder 3 jährige Kinder an Tempeln gesegnet werden – weshalb ich einige knuffige kleine Kinder in Kimonos beobachten konnte.

Der Park an sich war, wie erwartet, sehr schön, auch wenn ich komplett asphaltierte Wege in Parks nicht ganz gewöhnt bin. Auf ein paar Infotafeln konnte ich lesen, dass der gesamte Park um eine Ansammlung an Hügelgräbern aus dem 7. & 8. Jahrhundert angelegt ist. Auf den offenen Grünflächen konnte man viele Familien beim picknicken-, oder Leute beim Yoga machen, sehen, während die Bänke des Parks überwiegend von alten Leuten, die die Umgebung malten, besetzt waren. Zeichnen ist scheinbar ein sehr beliebtes Hobby hier, denn auch als ich auf dem Weg zum Bahnhof war vielen mir viele alte Leute auf, die sich einfach an den Straßenrand gesetzt hatten, und zeichneten. Außerdem hatte man von dem Park aus einen guten Blick auf den Fluss, nach dem Tamagawa benannt ist, und welche Schäden Taifun Hagibis hier angerichtet hatte.

Nachdem ich diesen Park komplett durchwandert hatte, beschloss ich einfach etwas weiter nach Den-en-chofu zu gehen (eine Bahnhaltestelle weiter). Auf meinem Weg dorthin sprangen mich zwei kleine Shiba Inus an, die zwar meine Hose leicht dreckig machten, das durch ihre Niedlichkeit aber mehr als wett machten.

Am selben Abend fuhr ich mit ein Paar Freunden nach Shibuya, um das All-you-can-drink einiger Izakayas hier auszunutzen. Womit ich nicht gerechnet hatte, war wie viele Leute hier schon Halloween feierten. Die Straßen waren voll mit kostümierten Leuten, und alle paar Schritte stand ein neuer Polizist auf einer Art Tribüne, um die Menschenmasse unter Kontrolle zu halten. Scheinbar hatten einige Betrunkenen letztes Jahr es hier geschafft, ein Auto an Halloween umzuschmeißen, deswegen war die Security dieses Jahr verdoppelt und verdreifacht worden. Den überwiegenden Teil des Abends verbrachten wir aber in dem Izakaya, also bekamen wir von dem Halloween-Gewusel nicht allzu viel mit.

Dafür bekamen wir aber heute Morgen die volle Dosis Halloween. Unser Wohnheim veranstaltete eine Halloween Party, sowohl für uns, als auch für die Kinder aus dem benachbarten Kindergarten. Um 10 Uhr morgens trafen wir uns für einen Cupcake-dekorier-Wettbewerb, und überraschenderweise gewann ich mit meinem Cupcake (auf dem Bild der linke, Nr 7) den 2. Platz, und somit einen 2000¥ Starbucks Gutschein… von dem ich mir immer noch nicht sicher bin ob ich ihn behalten soll, oder an Freunde weiterverkaufen soll, da ich nie Kaffee trinke. Eine meiner guten Freundinnen gewann den ersten Platz, ein Disneyland Tagespass, und sie hat es wirklich verdient (ihr Cupcake ist direkt neben meinem auf dem Bild).

Für die richtige Party gab es All-you-can-eat KFC, und eine Tombola, bei der eines der kleinen Kinder ein 5000¥ japanisches Edel-Rindfleisch Set gewann. Der Junge selbst war etwas enttäuscht, aber seine Mutter machte Freudensprünge.

Um den Tag etwas ausklingen zu lassen, entschlossen wir uns, spontan zum Karaoke zu gehen, und so langsam fangen wir an, die Tarife und verschiedene Kosten des Karaokes hier zu verstehen.

Nächste Woche werde ich doch endlich meine erste Deutsch Chat Session haben (vorausgesetzt sie wird nicht abgesagt), und ich habe sowohl montags, als auch freitags keine Vorlesungen, wobei für Freitag schon ein Ausflug mit der Uni geplant ist.

LG Ines

Tag 43: Feiertage und Arkaden

Kaum hat die Woche angefangen, fällt auch schon wieder die Uni aus. Heute wird die Krönung des neuen japanischen Emperors gefeiert, weshalb dieses Jahr einen zusätzlichen Feiertag hat.

Meinen freien Tag hab ich heute überwiegend in einer Arkade in Kawasaki verbracht. Das sogenannte „Warehouse“ ist nach der Kowloon Walled City in Hong Kong – ein ehemaliger Stadtteil Hong Kong’s mit der weltweit höchsten Bevölkerungsdichte (1,3 Millionen Einwohner pro Quadratkilometer) – gethemt, und von Außen und im Eingangsbereich ist die Atmosphäre wirklich beeindruckend. Drinnen ist das Warehouse dann auf eine andere Art beeindruckend: nämlich dadurch, wie viele alte und neue Arkaden-Spiele man auf den verschiedenen Stockwerken finden kann. Von Dance Dance Revolution, Pac-Man, Mario Kart, und typisch japanischen Rhythmus Spielen, es war wirklich für jeden etwas dabei. Natürlich gab es auch die typischen Kran-Kuscheltier-Angel Maschinen, wobei diese hier eher mit Süßigkeiten wie Haribo (sogar mit Original deutscher Verpackung!), oder sogar Instant Nudeln, gefüllt waren. Allzu lange wollten wir aber doch nicht in der Arkade verbringen, denn die Massen an blinkenden, lauten Spielen können einen schon ziemlich schnell überwältigen, also entspannten wir uns danach mit einer Runde Karaage (japanisches Fried Chicken).

Am Wochenende war ich schon einmal in einer japanischen Arkade – wobei diese deutlich moderner, kleiner und traditioneller war – denn am Wochenende hatte ich mir vorgenommen, Shibuya etwas weiter zu erkunden.

Der Hauptmotivator hierfür war, dass Forever 21 in Japan Insolvenz angemeldet hat, weswegen der 6-stöckige Forever 21 in Shibuya momentan 40%-80% Rabatt auf alles hat. Hört sich theoretisch ja toll an, aber auch mit diesen Rabatten waren mit die Sachen entweder zu billig verarbeitet, weit ausgeschnitten (kein Wunder dass sich die Sachen in Japan nicht gut verkauft haben) oder schlichtweg zu groß, weil westliche, anstatt japanischen Kleidergrößen verwendet wurden. Also erkundete ich Shibuya etwas weiter, beobachtete die Horden an Touristen, die auf Shibuya Crossing tausende Gruppenfotos/Selfies machten, und traf mich mit Freunden für eine Runde Ramen, Billiard und eben auch einen kleinen Trip in eine Arkade. Stellt sich heraus ich bin furchtbar in Tanz-Spielen, dafür aber umso besser in den Rhythmusspielen.

Der eine Uni Tag den ich diese Woche bis jetzt hatte verlief auch interessant. Ich musste für jemandes Chat Room Session als Vertretung einspringen, weswegen ich letztendlich 2 Sessions direkt hintereinander hatte. Die Erste verlief ziemlich normal, die Zweite hingegen war etwas ungewöhnlich. Ich hatte schon mit meiner Intermediate Level Session angefangen, als mir mitgeteilt wurde, dass der Chat Leader für die Beginner Level Session nicht aufgetaucht wäre, und meine Gruppe somit von 6 auf 12 vergrößert wurde. Allzu lange musste ich diese Situation aber dann doch nicht alleine bewältigen, denn Nanami, die Leaderin für die eigentliche Beginner Level Session, tauchte 5 Minuten später doch noch auf, und half mir, die große Gruppe zu beschäftigen. Letztendlich bekamen wir aber keine großartige Diskussionen zu Stande. Einerseits, weil es etwas schwer war, 2 verschiedene Englisch Niveaus gleichzeitig zu bedienen, und andererseits, weil wir mit so vielen gerade mal mit Vorstellungen und unseren Hobbies durchkamen, bevor die Session auch schon wieder zu Ende war.

Davon abgesehen gab es schon wieder einen kleinen Taifun, aber nach Taifun Hagibis erscheinen mir so kleine Taifune auf einmal deutlich weniger gruselig. Ich glaube nicht, dass ich je komplett die Gelassenheit der Japaner, wenn es um Taifune und Erdbeben geht, annehmen werde, aber… irgendwie gewöhnt man sich schon daran. Wobei ich immer noch kein richtiges Erdbeben hier gespürt habe, aber das hat auch keine Eile.

LG Ines

Tag 40: Routine und Relaxen

Der Taifun hat sich vollends verzogen und diese Woche ist jetzt auch endlich zu Ende.

Wirklich viel spannendes gab’s diese Woche nicht, meine erste deutsche Chat Session fand auch nicht statt. Dafür waren die anderen Chat Sessions aber sehr interessant: zum einen hatte ich meine erste Session in der Unterstufe der Campus-eigenen Schule hier. Mit einer Freundin zusammen hatten wir eine kleine Gruppe aus 12-13 jährigen Mädels, und auch wenn sie alle sehr schüchtern waren und ihr Englisch ziemlich brüchig war, hat es doch ziemlich viel Spaß gemacht, mit ihnen über Disney Prinzessinnen und einige unserer Lieblingssänger zu reden.

Meine andere Session an dem selben Tag war dann wieder an der Uni, und wir hatten ein strikt vorgegebenes Thema, über das wir uns unterhalten sollten, nämlich Welthunger. Interessantes, wichtiges Thema: ja. Einfaches Gesprächsthema für Leute, die entweder dem Englischen, oder diesem Thema (oder beides) nicht ganz so mächtig sind: nein! Wir bekamen ein Paar Blätter, mit Fakten und Fragen zum Thema, als Hilfestellung ausgeteilt, wobei ich schnell merkte, dass diese relativ nutzlos waren, weil 2 der Teilnehmer in meiner Gruppe die Gründer des Programms waren, was hier an der Uni auf das Thema Welthunger aufmerksam machen will. Kurz gesagt, ich hätte 2 absolute Experten vor mir sitzen, und dadurch wurde die Unterhaltung auch um einiges einfacher, da wir jetzt wenigstens irgendwen hatten, die sich mit dem Thema wirklich auskennen.

Meine gestrige Session lief dahingegen etwas schleppender, weil ich zum ersten Mal eine reine Anfänger Gruppe hatte. Ich kam mir wieder wie bei meiner Session in der Schule vor, oftmals verstanden die Anderen mich nicht, oder redeten stattdessen auf Japanisch miteinander, aber irgendwie bekam ich doch eine halbwegs anständige Diskussion zu Stande.

Eine weitere Entdeckung diese Woche war, dass unsere Uni eine zusätzliche, unterirdische Mensa hat, die dazu noch richtig riesig ist. Es gibt extra Ecken für japanische Curry Gerichte, Nudeln und japanische Nudelsuppen, und sogar einen verdammten Subway gibt es da unten. Die Htw könnte sich da mal ein bisschen was von abschauen.

Insgesamt noch eine kleine Ankündigung: wahrscheinlich werde ich in nächster Zeit hier etwas weniger Blogeinträge verfassen. Mittlerweile hat sich einfach die Uni Routine richtig eingefunden, und ich hab außer „heute war ein weiter Tag an der Uni“ nicht viel zu erzählen. Updates kommen trotzdem noch, vor allem wenn ich wieder irgendwelche Ausflüge mache und auch wieder neue Bilder bieten kann, aber davon abgesehen werde ich mich vermutlich nur noch so ein – zweimal pro Woche melden.

Na ja, mal schauen was die nächste Woche so bringt, und ob der Herbst bald so richtig einsetzt. Kälter ist es schon geworden, aber von Laubfärbung ist noch nichts zu sehen.

Hier noch ein kleines Bild von mir mit der aktuellen Halloween Deko in der Mall in Musashi Kosugi.

LG Ines

Tag 35: Sie lebt noch, sie lebt noch~

Taifun Hagibis ist überstanden! Der stärkste Sturm Japans seit 60 Jahren und ich kann sagen: „Ich war dabei!“

Morgens waren wir noch etwas unsicher, wie die Situation sich entwickeln würde, und wie schlimm der Sturm wirklich werden würde. Den überwiegenden Teil des Tages regnete es nur stark, keine Spur von einem richtigen Sturm, aber trotzdem gingen für viele Regionen Evakuierungsaufrufe raus. Wir im Wohnheim waren zum Glück nicht betroffen, einige meiner Freunde in anderen Teilen Tokios hingegen, mussten ihre Apartments wegen Überflutungsgefahr verlassen. Obwohl ich davor im 7. Stock wohl kaum Angst haben musste, wurde mir auch geraten, für den Fall der Fälle auch eine Evakuierungs-Tasche zu packen. Ein weiterer Tipp, den ich online gefunden hatte, war so viel Wasser wie möglich vorzubereiten, also füllte ich nicht nur Flaschen mit Wasser aus, sondern auch die Badewanne, für den Fall, dass die Wasseranbindung abbrechen würde. Insgesamt würde ich sagen, ich war ziemlich gut vorbereitet, und wie bereits erwähnt, den gesamten Morgen und Mittag über, sah es draußen höchstens nach einem starken, aber normalen Regentag aus.

Abends kam dann aber der richtige Sturm an. Obwohl der Taifun insgesamt von einer Stufe 5 auf eine 4 abgestuft wurde, waren der Wind schon ziemlich heftig. Nicht nur das, scheinbar gab es auch 2 kleine Erdbeben (je Stärke 3,2 und 5,3), wobei ich das erste davon schlicht verpasst habe, und letzteres verschlafen habe. Während der Sturm draußen wütete hörte man regelmäßig Krankenwägen und irgendwelche Sirenen, einen Evakuierungsbescheid für unsere Region gab es aber zum Glück nicht.

Heute morgen sah es dann so aus, als wäre nichts gewesen. Strahlender Sonnenschein, 28 Grad und überraschenderweise war von der Luftfeuchtigkeit nichts mehr zu spüren. Meine Freunde konnten zum Glück auch alle nochmal nachts in ihre eigenen Wohnungen zurückkehren, und mussten die Nacht nicht in den Gemeindesälen, in die sie evakuiert worden waren, verbringen. Trotzdem bekam ich doch ein etwas mulmiges Gefühl, als ich mir ein Paar Artikel über den Taifun und seine Auswirkungen durchlas. Scheinbar gab es 26 Tode, und zu sehen, wie viele Haushalte ohne Strom waren oder immer noch evakuiert bleiben mussten, war doch etwas erschreckend. Wenn ich bis jetzt etwas über Naturkatastrophen gelesen hatte, war das immer weit entfernt, aber jetzt war ich zum ersten Mal mitten drin, und hab scheinbar dabei auch ziemliches Glück gehabt. Meine Evakuierungstasche ist wieder ausgepackt, das Notfall-Wasser in der Badewanne abgelassen, und ein kurzer Rundgang durch Musashi Kosugi hat mir gezeigt, dass hier, bis auf den ein oder anderen umgestürzten Baum, nicht wirklich irgendwelche großen Schäden entstanden sind.

Morgen sehe ich mal, ob auf dem Weg zur Uni stärkere Schäden entstanden sind, und ich habe wahrscheinlich meine erste Chat Leader Session auf Deutsch. Mal schauen, wie gut Japanische Schüler Deutsch können, und welche Brocken Saarländisch ich Ihnen als erstes beibringen werde.

LG Ines

Tag 33: Die Ruhe vor dem Sturm

Eine weitere Woche ist zu Ende, das Wochenende ist da, und ich werde die nächsten paar Tage ausschließlich in meinem Zimmer verbringen. Warum? Weil gerade draußen ein verdammt stärker Taifun wütet. Scheinbar will der Sommer doch noch etwas bleiben, und dieser Taifun ist seine Art zu sagen: „Ist mir egal, ob ihr genug von der feuchten Hitze habt, jetzt kriegt ihr’s grade erst recht nochmal.“

Vorratstechnisch bin ich auf das Wochenende aber glaube ich ganz gut vorbereitet (auch wenn viele Regale schon komplett leer geshoppt waren), und unsere Japanisch Dozenten waren begeistert, dass wir dieses Wochenende ja soooooo viel Zeit zum Japanisch lernen haben werden… yaaaaaaaaay.

Davon mal abgesehen meistere ich den überwiegenden Teil der Japanisch Kurse bis jetzt ganz gut, besonders die Kanji Tests sind gar nicht mal so schwer wie erwartet. Das einzig schwere ist der Haufen Hausaufgaben, und manchmal den Erklärungen auf japanisch zu folgen, aber irgendwie kriegt man sich doch immer verständigt.

Um noch etwas auf die letzten 2 Tage zurück zu kommen, am Mittwoch wurde ich, während ich ganz normal an einer Fußgängerampel wartete, von eine japanischen Frau mit ihrer kleinen Tochter angesprochen. Angeblich würden sie nach englisch sprachigen Mitarbeitern und Unterstützern für Ihre Website suchen, und hofften, dass ich ihnen dabei helfen würde. Mehr Details bekam ich nicht, mir wurde nur eine Visitenkarte in die Hand gedrückt, und dann ging ich auch schon normal weiter in Richtung Bahnhof. An der Uni suchte ich dann mal nach dieser Website, und es stellt sich raus, die Frau gehörte zu den Zeugen Jehowas… jap. Hier klingelt man scheinbar nicht mehr an fremder Leute Haustüren, sondern spricht sie direkt auf der Straße an, auch eine interessante Taktik.

Davon abgesehen erhielt ich das Angebot, zusätzlich zu meinem Job als Englisch Chat Leader auch Deutsche Sessions abzuhalten. Die würden nächste Woche starten, und ich habe echt keine Ahnung, was ich davon erwarten soll, aber ausprobieren kann Mans ja trotzdem mal.

Gestern fand zudem noch eine Party für die Austausch Studenten statt. Anstatt, dass wieder ein Vorlesungssaal hierfür gemietet wurde, fand diese Party in einem schicken Restaurant auf dem Campus statt (in dem man scheinbar auch heiraten kann), und anstelle von McDonals gab es auch ein ordentliches Buffet und kostenlose Getränke für alle. Das war aber auch das einzig positive an dieser Party, da viel zu wenig Sitzplätze für alle vorhanden waren und der Versuch der Organisatoren, ein strukturiertes Programm durchzuziehen, ständig durch den extremen Lautstärkepegel gestört wurde. Deswegen entschloss ich mich, früher zu gehen, und wich so einem heftigen Regenschauer aus.

Ich weiß nicht, ob das die letzte Welcome Party für dieses Semester war, aber dieses Wochenende kann mich nichts mehr aus meinem Zimmer locken (zumindest nicht bis der Taifun unter Kontrolle ist).

LG Ines

Tag 30: It’s a small world after all~

Neue Woche, neue Abenteuer in Tokyo.

Bevor ich zu dem geilen Zufall komme, nach dem dieser Blog Eintrag benannt ist, zuerst noch etwas zu gestern. Da ich Montags (und Mittwochs) immer nur eine Vorlesung habe, beschloss ich noch einmal nach Harajuku zu gehen, und dieses Mal auch wirklich ein Paar hübsche Sachen anzuprobieren. Und tatsächlich, ich habe wirklich mein erstes Lolita Kleid anprobiert, und das sogar von einer der berühmtesten Lolita Marken überhaupt (Baby the stars shine bright)! Klar, wäre die Beraterin nicht so hartnäckig gewesen hätte ich mich wahrscheinlich schon wieder nicht getraut, und der Schnitt des Kleides stand mir überhaupt nicht, aber die Erfahrung war es definitiv wert und hat mit einen riesigen Selbstbewusstseinsschub gegeben.

Danach ging ich noch einmal Takeshita Street ab (sah auf dem Weg dahin 2 Döner Läden) und schaute kurz in den dortigen Disney Store rein, der überraschend geräumig war. Mittlerweile hab ich so ziemlich daran gewöhnt, wie platzsparend und eng die Läden hier aufgebaut sind, aber neben den Line Friends Store war dieser Disney Store der am wenigsten einengende Laden den ich hier bis jetzt gesehen habe. Natürlich gibt es schon haufenweise Merchandise für Frozen 2, und je nachdem ob wir hier ein Kino finden, das Filme in Englisch oder mit Untertiteln zeigt, habe ich auch schon eine kleine Gruppe zusammengefunden um uns den Film hier anzusehen.

Die Zugfahrt heute morgen war ziemlich lustig. Kurz nachdem ich eingestiegen war wurde ich von einem Mädchen, das neben mir saß, gefragt, ob sie im richtigen Zug wäre, und als sich daraus etwas Smalltalk entwickelte, fragte sie mich, ob ich Amerikanerin wäre. Natürlich bin ich das nicht (auch wenn das hier viele Leute annehmen), und es stellt sich heraus, dass sie auch Deutsche ist, aus Kaiserslautern kommt und in Saarbrücken Computerlinguistik studiert. Zufälle gibts, Leute aus dem Saarland trifft man scheinbar wirklich überall. Sie ist zwar nur hier, um ihre japanische Oma zu besuchen, aber wir haben dann doch relativ schnell Nummern ausgetauscht, und in Deutschland werde ich sie am Japanisch Stammtisch der Uni wieder sehen.

Nach diesem zufälligen Treffen ging es dann für mich weiter zur Uni, aber nicht in eine Vorlesung, sondern zu meiner ersten Schicht als Chat Leader. Etwas nervös war ich vorher schon, aber meine mitgebrachten Haribo lockerten die Stimmung doch recht schnell auf, und mir wurde eine Gruppe mit dem höchsten Englisch Level zugeteilt, weshalb wir uns ohne irgendwelche Probleme unterhalten konnten. Außerdem war das „Thema des Tages“, das man in seiner Gruppe ansprechen sollte, Filme, und zu dem Thema geht mir der Gesprächsstoff eh nie aus.

Diese Woche hab ich erstmal keine weiteren Schichten, dafür habe ich nächste Woche aber gleich 4, weil ich direkt als Vertretung für eine Freundin einspringen muss. Da die heutige Session aber doch ziemlich viel Spaß gemacht hat, freue ich mich darauf wirklich, und über den extra Lohn beschwere ich mich auch nicht.

Mal schauen, wie stark die Auswirkungen des nächsten Taifuns sind, denn im Vergleich zu den letzten zwei, liegt Tokyo dieses Mal mitten im Einflussbereich.

LG Ines

Tag 28: Festivals, Feuerwerk und vollgestopfte Züge

Ich dachte eigentlich, dass ich die Festival-Zeit hier in Japan verpasst hätte, aber eines hab ich doch noch miterleben können.

Eigentlich hatte ich gestern vor, noch einmal alleine nach Tamagawa zu fahren und den Sonnenuntergang aus dem dortigen Park zu beobachten, aber am Bahnhof in Musashi Kosugi wurde ich unerwarteter Weise von einem Haufen meiner Freunde aus dem Wohnheim abgefangen. Der Plan, auf ein kleines Festival zu gehen, und das Feuerwerk zu schauen, ist mir vorher scheinbar komplett entgangen, und niemand der Anderen wusste großartig, was es mit dem Festival genau auf sich hatte, aber ich schloss mich trotzdem der Gruppe an.

Dass das „kleine“ Festival gar nicht mal so klein war, merkten wir, sobald wir am Bahnhof umsteigen mussten. Solche Menschenmassen hatte ich hier wirklich noch nicht gesehen, und ich bin echt froh, dass wir relativ viele große Leute in unserer Gruppe hatten, die aus der Masse leicht herausstechen konnten, so dass man sich nicht aus den Augen verlor, während man hauptsächlich darauf konzentriert war, der Strömung zu folgen. Volle Züge waren mir hier nichts neues, aber dieses Mal wurden wir Wort wörtlich, von den Schaffnern in den Zug gedrückt, bis wirklich niemand mehr sich in irgendeiner Art und Weise bewegen konnte. Wieder einmal bin ich verdammt froh, dass ich keine Platzangst habe, sonst wäre die Situation noch unangenehmer geworden.

An unserem Ziel wurden wir von einer Horde Schaffner und Polizisten mit Megafonen erwartet, die die Menschenmassen halbwegs zivilisiert in Richtung des Festivals dirigierten. Es war zwar laut – weil alle 5 Schritte jemand anderes mit dem Megafon auf einen einschrie – dafür ging es aber sehr geregelt und ruhig zu. Eine andere Wahl, als den Maßen zu folgen, hatten wir nicht wirklich, also trieben wir mit der Strömung einfach etwas mit, bis das Feuerwerk endlich begann, und wir einen kleinen Parkplatz fanden, auf dem wir der Masse ausweichen konnten.

Nach dem Stress der Anreise war uns das eigentliche Festival relativ egal (später merkten wir, dass man sogar Tickets gebraucht hätte, um auf das Haupt-Festivalgelände zugelassen zu werden), und wir genossen einfach nur das üppige Feuerwerk. Eine ganze Stunde lang wurde hier geschossen, und ich muss wirklich sagen, dass ich nicht enttäuscht war. Nur die Disney-typische Hintergrundmusik hat mir etwas gefehlt, aber bei einem kostenlosen Feuerwerk darf man sich nicht zu stark beschweren.

Um der Menschenmasse bei der Heimreise etwas auszuweichen, beschlossen wir, noch etwas länger zu bleiben. Wir kauften uns an einem kleinen Stand ein Paar Yakitori Spieße, eine Flasche Wein aus dem Konbini und ließen den Abend auf einem kleinen, ruhigen Spielplatz schön ausklingen.

Heute war relativ langweilig, ich habe mich mal ausnahmsweise auf meine Hausaufgaben konzentriert, aber morgen werde ich nach der Uni noch einmal versuchen Harajuku zu erkunden und auch wirklich etwas anzuprobieren. Davon abgesehen sieht es so langsam danach aus, dass der Sommer zu Ende geht, und die Temperaturen etwas herbstlicher werden… endlich! Nicht, dass ich etwas gegen Konstante 30 Grad habe, aber ich glaube ich werde richtige Freudensprünge machen, wenn die Mosquito-Saison hier endlich rum ist (zur Info, ich habe mir gestern nochmal 2 neue Stiche eingesammelt)!

LG Ines

Tag 25: Hallo Halloween

Wuhu, der Oktober ist endlich da, überall hängt Halloween Deko, und ich kann nicht glauben, dass ich in ein paar Tagen schon einen ganzen Monat hier bin. Zwischen meiner Suche nach einem Duschvorhang, der Qual der Kurswahl, und etlichen Anime-Läden, hab ich wohl etwas die Zeit vergessen.

Viel ist in den letzten Tagen nicht wirklich passiert. Wir hatten eine Reihe von Workshops, in denen man uns auf unsere Arbeit als Chat Leader vorbereiten sollte, wobei wir letztendlich nichts Neues gelernt haben. Um ein Chat Leader zu werden, muss man aber leider hier ein Japanisches Bankkonto eröffnen, und nachdem mir mehrere Kommilitonen schon erzählt hatten, wie nervig dieser Prozess ist, bin ich das heute endlich angegangen. Die Warnungen waren durchaus zurecht, und ohne einen unserer japanischen Tutoren wären wir schon an dem Formular mit unseren persönlichen Daten gescheitert. Als Beispiel nenne ich hier mal das Geburtsdatum: jeder Nicht-Japaner würde hier ohne großartig nachzudenken 19XY eintragen, aber hier wurde stattdessen nach dem Geburtsdatum nach japanischer Ära gefragt. Nach dieser Zeitrechnung bin ich nicht in 1999 geboren, sondern im 11. Jahr der Heisei Ära… wie gesagt, ohne unsere Tutoren wären wir verloren gewesen.

Nach mehreren Korrekturen unserer Dokumente, waren wir aber schlussendlich doch fertig, und in 2 Wochen werde ich endlich meine fertige, japanische Kreditkarte in den Händen halten. Momentan habe ich nur ein Bank-Büchelchen, aber wenigstens konnte ich mir hier das Design selber aussuchen.

Wir schlenderten noch kurz durch Shibuya, bevor wir uns wieder zur Uni aufmachten, um zu einer weiteren Austauschstudenten Wilkommensparty zu gehen. Ins Detail werde ich hier nicht gehen, die einzigen erwähnenswerten Punkte waren, dass als Catering 3 Haufen McDonalds bestellt wurden, und japanische Partys strukturierter durchgeplant sind als manch eine Sitzung, weswegen man das Wort „Party“ hier eher in Anführungszeichen setzen sollte.

Um noch kurz auf gestern zurückzukommen, ich hatte meinen freien Nachmittag dafür genutzt, mit einer Freundin kurz nach Odaiba zu fahren, was im Süden Tokyos liegt. Eigentlich hatten wir nur geplant, hier einen Anime Collaboration Shop zu besuchen, aber wir waren ziemlich begeistert, wie schön die Umgebung war, auch wenn wir es nicht ganz bis ans Wasser geschafft hatten. Als ob das nicht genug wäre, um mich irgendwann definitiv nochmal nach Odaiba zu locken, ist mir auch noch etwas aufgefallen: jeder Bahnhof hier in Tokyo spielt, sobald man ankommt, seinen eigenen Jingle, und der Bahnhof in Oimachi (wenn ich mich nicht irre), auf dem Weg nach Odaiba, spielt als seinen Jingle die ersten Paar Takte von „Memory“ aus Cats.

Nächste Woche werde ich meine erste Schicht als Chat Leader haben, und ich freue mich schon echt, zu sehen, wie das laufen wird.

LG Ines

Tag 22: Walk, walk, Fashion Baby

Und schon haben wir wieder Montag… Juhu.

Gestern war ein relativ unspektakulärer Tag, bis auf die Welcome Party abends. Diese war typisch japanisch aufgebaut, es gab eine feste Zeit zum Essen, zum plaudern, und nach 2 Spielen (Montagsmaler und Bingo) wurden wir auch wieder entlassen. Manche konnten auf der Party richtig abstauben, denn die Spiele wurden mit fantastischen Preisen wie Toilettenpapier, Fleckenentferner oder Instant Nudeln, belohnt, aber ich ging leider leer aus.

Nach den offiziellen Ende der Party zogen wir uns noch etwas auf den 3. Stock zurück, wo wir Musik hörten, Hackysack spülten und manche bekamen sogar jonglieren zwischendurch beigebracht.

Heute war dann wieder ein normaler Uni Tag, der für mich nur aus Japanisch Unterricht bestand. Außerdem bekam ich mitgeteilt, dass als Chat Leader angenommen wurde, also werde ich bald offiziell für die Uni hier arbeiten. Morgen kriegen wir hierfür noch einen extra Workshop, mal schauen wie ich mich da machen werde.

Den Rest des Tagen verbrachte ich in Harajuku, dem Mode-Viertel Tokyos. Hier wimmelte es nur so vor stylischer Leuten, stylischen Boutiques und stylischen Leuten IN stylischen Boutiques. Mit am berühmtesten ist hier die Takeshita-Street, und ich war überrascht, dass auch an einem Montag so viele Menschenmassen unterwegs sind. Als ob die Menschenmassen und Bandbreite an niedlichen Läden nicht schon überwältigend genug war, ging ich danach noch in Laforet, ein riesiges Einkaufszentrum, in dem sich viele der bekanntesten japanischen Modemarken angesiedelt haben.

Das Untergeschoss bestand komplett aus Lolita Marken, und auch wenn mein Tagesziel war, zum ersten Mal eines der wunderhübschen, rüschigen Kleider hier anzuprobieren, fehlte mir letztendlich doch der Mut um die Ladenangestellten anzusprechen. Einerseits war ich vom vielen Laufen vorher schon ziemlich müde, und andererseits fühlte ich mich in so einer modischen Umgebung hoffnungslos underdressed. Na ja, Laforet ist nur 20 Minuten zu Fuß von meiner Uni entfernt, also werde ich wahrscheinlich noch mehr als eine Chance haben, mein Ziel doch noch zu erreichen.

LG Ines