Tag 30: It’s a small world after all~

Neue Woche, neue Abenteuer in Tokyo.

Bevor ich zu dem geilen Zufall komme, nach dem dieser Blog Eintrag benannt ist, zuerst noch etwas zu gestern. Da ich Montags (und Mittwochs) immer nur eine Vorlesung habe, beschloss ich noch einmal nach Harajuku zu gehen, und dieses Mal auch wirklich ein Paar hübsche Sachen anzuprobieren. Und tatsächlich, ich habe wirklich mein erstes Lolita Kleid anprobiert, und das sogar von einer der berühmtesten Lolita Marken überhaupt (Baby the stars shine bright)! Klar, wäre die Beraterin nicht so hartnäckig gewesen hätte ich mich wahrscheinlich schon wieder nicht getraut, und der Schnitt des Kleides stand mir überhaupt nicht, aber die Erfahrung war es definitiv wert und hat mit einen riesigen Selbstbewusstseinsschub gegeben.

Danach ging ich noch einmal Takeshita Street ab (sah auf dem Weg dahin 2 Döner Läden) und schaute kurz in den dortigen Disney Store rein, der überraschend geräumig war. Mittlerweile hab ich so ziemlich daran gewöhnt, wie platzsparend und eng die Läden hier aufgebaut sind, aber neben den Line Friends Store war dieser Disney Store der am wenigsten einengende Laden den ich hier bis jetzt gesehen habe. Natürlich gibt es schon haufenweise Merchandise für Frozen 2, und je nachdem ob wir hier ein Kino finden, das Filme in Englisch oder mit Untertiteln zeigt, habe ich auch schon eine kleine Gruppe zusammengefunden um uns den Film hier anzusehen.

Die Zugfahrt heute morgen war ziemlich lustig. Kurz nachdem ich eingestiegen war wurde ich von einem Mädchen, das neben mir saß, gefragt, ob sie im richtigen Zug wäre, und als sich daraus etwas Smalltalk entwickelte, fragte sie mich, ob ich Amerikanerin wäre. Natürlich bin ich das nicht (auch wenn das hier viele Leute annehmen), und es stellt sich heraus, dass sie auch Deutsche ist, aus Kaiserslautern kommt und in Saarbrücken Computerlinguistik studiert. Zufälle gibts, Leute aus dem Saarland trifft man scheinbar wirklich überall. Sie ist zwar nur hier, um ihre japanische Oma zu besuchen, aber wir haben dann doch relativ schnell Nummern ausgetauscht, und in Deutschland werde ich sie am Japanisch Stammtisch der Uni wieder sehen.

Nach diesem zufälligen Treffen ging es dann für mich weiter zur Uni, aber nicht in eine Vorlesung, sondern zu meiner ersten Schicht als Chat Leader. Etwas nervös war ich vorher schon, aber meine mitgebrachten Haribo lockerten die Stimmung doch recht schnell auf, und mir wurde eine Gruppe mit dem höchsten Englisch Level zugeteilt, weshalb wir uns ohne irgendwelche Probleme unterhalten konnten. Außerdem war das „Thema des Tages“, das man in seiner Gruppe ansprechen sollte, Filme, und zu dem Thema geht mir der Gesprächsstoff eh nie aus.

Diese Woche hab ich erstmal keine weiteren Schichten, dafür habe ich nächste Woche aber gleich 4, weil ich direkt als Vertretung für eine Freundin einspringen muss. Da die heutige Session aber doch ziemlich viel Spaß gemacht hat, freue ich mich darauf wirklich, und über den extra Lohn beschwere ich mich auch nicht.

Mal schauen, wie stark die Auswirkungen des nächsten Taifuns sind, denn im Vergleich zu den letzten zwei, liegt Tokyo dieses Mal mitten im Einflussbereich.

LG Ines

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