Aaaaaaaalso… ich habe jetzt über eine Woche nicht mehr gebloggt, bestimmt habe ich in dieser Woche irgendetwas cooles gemacht, nicht wahr? Nicht ganz, meine letzt Woche war ziemlich unspektakulär, deswegen hier nur ein paar kleine Highlights:
Ich hatte eine weitere Chat Session in der Schule hier, und nicht nur waren die Mädels diStiftzue selben wie bei meiner letzten Session, sondern sie erkannten mich auch wieder und nannten mich „Sensei“ (also quasi „Frau Lehrerin“)! Scheinbar hatte ich einen ziemlichen Eindruck hinterlassen… oder blonde Mädchen mit großen Haarschleifen stechen hier einfach etwas raus.
Mein Wochenende war auch ziemlich ruhig, da ich mich überwiegend mit lesen und Hausaufgaben machen beschäftigte… nicht gerade die spannendsten Aktivitäten. Dafür traf ich mich Samstag Mittag kurz mit ein paar Freunden hier im Wohnheim, um Charaktere für Dungeons & Dragons (ein Tabletop RPG, also quasi ein Videospiel dass man ohne Konsole, mit Papier und Stift spielt) zu erstellen. Ich habe noch nie DnD gespielt, also waren die unglaublich detaillierten Auswahlmöglichkeiten für einen Charakter am Anfang etwas überwältigend, aber ich freue mich schon auf unsere erste richtige Session.
Sonntags hatte dann einer meiner Freunde hier Geburtstag, und wir feierten, in dem wir in eine Portland, Oregon gethemte Bar in Shibuya gingen. Die Atmosphäre war schön entspannt, auch wenn die Getränke etwas teuer waren, aber mein Highlight des Abends war, dass die Bar Honig-Kölsch auf ihrer Speisekarte hatte! Also musste ich es mir natürlich bestellen (unter anderem auch, weil ich keine 10€ für ein Glas Wein ausgeben wollte), und überraschender Weise fand ich es sogar ziemlich gut. Wenn man mal bedenkt, dass ich normalerweise Bier überhaupt nicht mag, und jetzt mein erstes Kölsch in Tokyo getrunken habe, finde ich das schon ziemlich witzig.
Montags ging es dann endlich hoch hinaus für mich. Ich hatte letzte Woche schon einmal versucht in das Tokyo Metropolitan Government Building, in Shinjuku, zu kommen, denn hier muss man für die Aussichtsplattform nichts bezahlen. Da die Schlange immer ziemlich lang ist, drehte ich letzte Woche noch einmal um, aber am Montag zog ich es durch! Das Warten war sogar gar nicht mal so lange, es war nur ziemlich nervig, weil direkt hinter mir eine chinesische Reisegruppe anstand, die nicht nur verdammt laut waren, sondern auch mit jedem Schritt nach vorne neu in mich rein rempelten.
Oben, auf der Aussichtsplattform angekommen, war ich dann etwas enttäuscht. Nicht dass die Aussicht schlecht war, aber während der Wartezeit war der Himmel quasi komplett zugezogen, deswegen sind meine Bilder jetzt nicht so beeindruckend. Trotzdem ist mir diese Aussichtsplattform tausendmal lieber als das neu-eröffnete Shibuya Sky, wofür man ca 18€ Eintritt bezahlen muss, was ich mit Höhenangst nicht ganz so einsehe.
Gestern war dann nicht wirklich ein ereignisreicher Tag, sondern lediglich ein ziemlich langer Tag. Ich hatte eine deutsche Chat Session morgens, dann 3 Vorlesungen, und danach meine erste Chat Session mit Shibuya Anwohnern. Die Session an sich war cool, die 3 Leute die gekommen waren, waren zwischen 40 und 80 Jahre alt, und obwohl ihr Englisch ziemlich brüchig war, waren sie sehr enthusiastisch was Fragen stellen anging und machten sich sogar Notizen, wenn ich eine Vokabel erwähnte, die sie nicht kannten. Das einzig nicht so optimale an der Session war die Zeit: im Gegensatz zu allen anderen Session, war diese Session eine Stunde lang, weshalb ich erst um viertel nach 8 daheim war, und natürlich wieder mal die Rush Hour abbekam. Deswegen kam der Blog Post auch nicht zur „gewohnten Zeit“, weil ich gestern Abend einfach viel zu müde war, aber ich glaube es stört niemanden, wenn ich mal (für mich) morgens poste.

LG Ines
Ganz schön hoch die Häuser, und viele…. 🏙
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