… und das nicht nur einmal. Nachdem ich über das lange Wochenende hier einige Parks erkundet hatte, haben scheinbar einige Stechmücken mich ausfindig gemacht, und mir 7 juckende Stiche beschert. Juhu…
Aber mal davon abgesehen gab es in den letzten 2 Tagen durchaus auch gute Neuigkeiten. Obwohl ein neuer Taifun sich auf den Wetterkarten abgezeichnet hatte, wurden wir hier überwiegend verschont. Der Sturm zog eher an der Ostküste hoch nach Hokkaido, für uns bedeutete der Taifun lediglich einen scheiß Haufen Wind. Man musste sich beim Laufen wirklich aktiv gegen den Wind lehnen, um nicht wild von Seite zu Seite gezogen zu werden, und zum ersten Mal bereute ich, dass ich keine kurzen Hosen eingepackt hatte. Stattdessen musste ich mich entscheiden, welcher meiner Röcke am wenigsten dazu tendiert hoch zu fliegen, wobei ich nach genau 3 Schritten draußen mich doch für lange Jeans entschied (obwohl es draußen 30 Grad waren), die dem Wind deutlich besser trotzen konnten.
Mein eigentlicher Plan für den Feiertag gestern war, den Park in Tamagawa wieder zu besuchen, aber zum einem war es doch ziemlich anstrengend, bei dem Wind überhaupt irgendwo hin zu kommen, und zum anderen musste ich leider feststellen, dass sich die Sole meiner Schuhe aufzulösen begann. Also drehte ich prompt wieder um, und der Ausflug nach Tamagawa am Tag bleibt weiterhin auf meiner To-do Liste.
Heute ging es dann wieder an die Uni. Zuerst hatte ich einen Japanisch Kurs, wo uns mitunter erklärt wurde, wie die Japanisch Kurse hier aufgebaut sind (Montags Hörverstehen, Dienstags Sprechen, Mittwochs Lesen, und Freitags Schreiben). Während hier die Kursgröße wieder recht klein war (und wir unsere Dozentin damit schockten, dass man in Deutschland ab 16 schon Alkohol trinken darf), schaltete der nächste Kurs eher auf Kontrastprogramm. Introduction to Communication war mein erster Kurs mit über 200 Teilnehmern, und während das in Deutschland für mich ein absoluter Alptraum wäre, zeigte sich hier wieder, wie diszipliniert Japaner doch sind, denn es war die ganze Zeit angenehm mucksmäuschenstill.
In den nächsten Tagen werde ich herausfinden müssen, wie man sich schwüler Hitze draußen, und Klimaanlangen-Frost drinnen kleidertechnisch anpasst, denn während ich in meinem, für 30 Grad geplanten, Outfit herumzitterte, beschwerten sich die Japanischen Studenten um mich herum darüber, wie heiß es in diesem Raum doch sei.
Heute wieder keine Collage, die nächste folgt, wenn ich wieder irgendetwas interessantes fotografiert habe.
LG Ines