Soooo… nach einem Jahr an Planung (und gut 7 Jahren an wunschdenken und träumen) sitze ich jetzt endlich in meinem Zimmer im Wohnheim der japanischen Aoyama Gakuin Universität. Es fällt mir immer noch schwer zu glauben, dass ich hier wirklich die nächsten 6 Monate verbringen darf, aber während sich hinter mir ein Taifun zusammenbraut lenke ich mich lieber einmal damit ab, hier jetzt meinen Flug und die Anreise nach Japan zu schildern.
Mein Flug hob um 19:40 ab, und insgesamt waren vielleicht eine Hand voll Deutsche an Bord. Dies spiegelte sich auch in den Durchsagen des Piloten wieder, da auf Japanisch immer noch schön beschrieben wurde mit welchem Tempo wir unterwegs sind, wie das Wetter in Tokyo ist und vor allem wie der Status des anstehenden Taifuns ist, wobei die Englische Durchsage lediglich über die obligatorischen Sicherheitshinweise berichtete. Insgesamt war der Flug aber sehr schön, auch wenn wir unterwegs doch schon stärkere Turbulenzen hatten. Immerhin konnten wir auch eine gute halbe Stunde vor der angesetzten Zeit landen – dieses Mal ohne Ruckeln.
Vom Flughafen Narita hatte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr erwartet, der gesamte Immigration Bereich hatte leichten Baustellen-Charakter und an Stelle einer digitalen Anzeige lief eine Stewardess auf dem Kofferband hoch und runter, die uns per Schild zeigte ob wir hier beim richtigen Flug waren. Die Immigration an sich ging aber fixer als erwartet, ich glaube in nicht einmal einer halben Stunde war ich auch schon wieder fertig um mir einen passenden Zug zu meinem Wohnheim zu suchen.
Das Zugnetz in Tokio wird mich heute wahrscheinlich nicht zum letzten Mal etwas verwirrt haben (der Wechsel von Saarbrückens Straßenbahnnetz hierzu ist schon drastisch), aber wenn man sich etwas Zeit nimmt alle Schilder und Pfeile zu entschlüsseln, dann kommt man relativ schnell hinter das System und es wird zum Glück auch alles doppelt und dreifach durchgesagt, so dass wirklich jeder merken dürfte ob er gerade auf den richtigen Zug wartet oder nicht.
Die Zugfahrt war sehr ruhig und zum Glück komplett durchklimatisiert, denn mit solch tropischer Schwüle hätte ich doch nicht gerechnet. Zwar ging ständig ein heftiger Wind, doch der konnte mich auch nicht davon abhalten mir beim Transport meiner 2 Koffer – die sich natürlich in jeder Rille festfuhren – zum Wohnheim, alles Mögliche vom Leib zu schwitzen. Auch wenn es insgesamt doch einfacher gewesen war, als gedacht, war ich doch froh als mir der Mann am Empfang trotz anderer Vertragsart im Vergleich zu den anderen AGU exchange students, schnell mein Zimmer zeigte und sogar noch eine Führung durch das gesamte Wohnheimsgebäude mit dazu warf.
Die Bilder von meinem kleinen, feinen Zimmer folgen morgen, wenn ich noch ein paar Kleinigkeiten besorgt habe und auch die anderen Bereiche demonstrieren kann. Für heute bin ich einfach nur müde, aber auch mindestens genauso gespannt was die nächsten Monate hier für mich bereit halten werden (und wie regelmäßig ich diesen Blog hier update, aber da gehe ich einfach optimistisch ran).
LG aus Tokio, Ines ^^

Hoffe du hast eine schöne Zeit dort. Werde ab und an mal hier reinschauen.
Grüße aus Brest, Frankreich 😉
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Hallo Ines, dann freu ich mich schon mal, hoffentlich oft von Deinen Erlebnissen zu lesen.
Liebe Grüße
Britta
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