Ab heute bin ich offiziell eine Woche in Japan… und ich bin wirklich begeistert. Vor dem Flug war ich so nervös, aber nachdem ich mich jetzt ordentlich eingelebt habe, fühle ich mich echt verdammt wohl. Besonders froh bin ich, dass ich es (nachdem ich ja eigentlich abgelehnt wurde) doch noch in das Wohnheim geschafft habe. Hier wird einem so gut geholfen, und ich habe mich schon ziemlich gut mit den anderen Austausch-Studenten hier angefreundet, so dass man eigentlich immer jemanden hat der einem entweder helfen kann, sich hier zurecht zu finden, oder der genauso unschlüssig ist wie man selbst, aber auch das hilft manchmal. Am Dienstag werde ich meine Kurse hier wählen and am Freitag werden dann meine ersten Vorlesungen anfangen, also bin ich mal gespannt, ob ich mich an die Uni hier genauso schnell gewöhnen werde.
Nachdem unsere letzten Ausflüge in Shibuya ja recht hektisch waren, wollte ich es dieses Wochenende mal etwas langsamer angehen lassen, bevor wir uns morgen nach Akihabara – das unumstrittene Anime und Manga Viertel Tokyos – aufmachen. Gestern erkundete ich ein Jiyugaoka ein bisschen, was etwas europäischer angehaucht ist, als der Rest von Tokyo. Sobald man den Bahnhof verlässt steht man in der Rue Marie Claire, und jede kleine Boutique (von denen es echt viele gibt) schmückt sich mit irgendeinem französischem, oder manchmal auch deutschem Slogan. Wie erwartet war es hier deutlich weniger touristisch, und es war schön mal wieder Bänke und kleine, angelegte Parks zu sehen. Ich bekam mein erstes Kompliment für mein „gutes Japanisch“ von einem Kellner, und hatte den leicht peinlichen Moment, dass ich, als ich mir in einem Restaurant Messer und Gabel nehmen wollte, diese fast wie ein Paar Stäbchen gehalten hätte, weil ich die ganze Woche mit nichts Anderem gegessen hatte.
Außerdem habe ich an diesem Abend noch das Fitnessstudio des Wohnheims ausprobiert, und nach über 2 Jahren ohne Krankengymnastik fühlte es sich echt wieder gut an, sich an den Geräten auspowern zu können. Einen kleinen Muskelkater hab ich doch bekommen, aber insgesamt hoffe ich, dass ich ein wöchentliches Workout doch in meiner Routine behalten kann.
Heute war ich weniger unterwegs, nur etwas einkaufen und ein kurzer Trip in den Food Court der Mall hier, und ich nach einer Woche in Japan hatte ich endlich meine erste Schüssel, Original japanisches Ramen vor mir. Auf dem Heimweg fiel mir dann etwas auf, nämlich dass Japanische Kinder mich scheinbar nicht mögen… wann immer mir ein kleines Kind hier entgegen kommt, egal wie happy es vorher war, kaum sieht es mich an wird es plötzlich still und versteckt sich lieber bei seinen Eltern. Ich weiß nicht ob es nur daran liegt, dass ich ziemlich offensichtlich keine Asiatin bin, aber irgendwie fand ich das schon seltsam.
Nachdem das Wochenende jetzt so ruhig war, bin ich echt gespannt wie morgen unser Trip nach Akihabara wird (und ob ich dort endlich eine passende Handyhülle finde). Immerhin, die erste Woche ist schon rum, und wer weiß wie viele Ausflüge ich noch machen werde, wenn die Vorlesungen angefangen haben, aber darüber mache ich mir jetzt erst mal keine Sorgen, sonder gehe stattdessen mal schön ins Bett.

LG Ines
Schön, dass du dich gut eingelebt hast! Wünsche dir viel Spaß 😊
P. S. Bravo zu dem sportlichen Foto! Du kannst dich ja wirklich gut verbiegen😀
Lg
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